DAS RENNMAUSFUTTER

DAS ARTGERECHTE FUTTER FÜR RENNMÄUSE

Das Rennmausfutter

Mongolische Rennmäuse artgerecht zu ernähren ist kompliziert? Nicht im Geringsten, wenn Sie den Futterplan für Ihre Tiere aus einzelnen Bausteinen zusammensetzen.

 

Ich persönlich bevorzuge die Einteilung in diese einzelnen, variablen Blöcke, da ich so als Halter die Menge und Zusammensetzung je nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Vorliebe der Tiere problemlos anpassen kann. Ist ein Tier zum Beispiel nach einer Krankheit geschwächt und hat abgenommen, erhält es eine extra Portion Nüsse- und Kerne. Ist eine Maus hingegen zu dick, erhält sie weniger davon.

 

Im Folgenden möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick über die einzelnen Futterbausteine geben, die auf dem Rennmausspeiseplan nicht fehlen sollten.

 

 

 

Ernährung Mongolischer Rennmäuse

Wasser

 

Eine Tränke oder ein Wassernapf darf in keinem Rennmausheim fehlen. Beides muss so aufgestellt werden, dass keine Einstreu hineingelangen und das Wasser verschmutzt werden kann. Der Wasserbedarf Mongolischer Rennmäuse ist grundsätzlich sehr gering. Wird viel frisches Grün gefüttert, wird noch weniger zusätzliches Wasser benötigt. Gewöhnliches Leitungswasser reicht für Rennmäuse völlig aus.

 

Körnerfutter als Grundfutter

 

5-8g je Maus und Tag decken den Grundbedarf. Die tatsächlich benötigte Menge ist von Alter, Aktivität und Gesundheitszustand abhängig. Die Zusammensetzung des Körnerfutters sollte in regelmäßigen Abständen verändert werden, da dies einer Mangelversorgung durch einseitige Ernährung entgegenwirkt. Wenn Sie die gewünschte Menge einmal abwiegen und in einen Messlöffel für Tee oder Kaffee füllen, können Sie zukünftig das Körnerfutter einfach und schnell anhand des Messlöffels dosieren.

 

Frisches und getrocknetes Gemüse, Blüten, Kräuter und Blätter

 

Idealerweise werden diese Dinge frisch, abwechselnd und täglich angeboten. Nichts Frisches zur Hand? Getrocknetes ist hier zur Überbrückung ideal, wobei auch regelmäßig frisch gefüttert werden sollte. Achtung: Nur Grünfutter verfüttern, das von Rennmäusen vertragen wird! Ans frische Grün gewöhnen sich die Tiere am schonendsten durch kleine Portionen. Ihre Rennmäuse verschleppen frisches Grün gerne ins Gangsystem?  Schneiden Sie kleine Stücke oder benutzen Sie einen Futterspieß.

Eiweißfutter

 

Rennmäuse sind keine reinen Pflanzenfresser. Ihren Eiweißbedarf decken sie auch durch den Verzehr von Insekten. Deshalb gehört ein bis zweimal in der Woche tierisches Eiweiß auf den Speiseplan. Lebendfutter wird bevorzugt, alternativ können auch getrocknete Insekten gereicht werden. Werden lebende Insekten vor dem Verfüttern erst einige Tage mit Gemüse und Haferflocken gepäppelt, sind sie nahrhafter und schmackhafter. So können die meisten Rennmäuse von den Vorzügen der Insekten überzeugt werden. Laktosefreie Milchprodukte, Soja- und Erbsenflocken enthalten zwar auch viel Eiweiß, sind jedoch zur alleinigen Eiweißversorgung nicht geeignet.

 

Kerne und Nüsse

 

Fälschlicherweise oft als Dickmacher verpönt, gehören Nüsse und Kerne als Lieferant wichtiger Nährstoffe zur Rennmausernährung zwingend mit dazu. Hier gilt der Spruch „in Maßen, nicht in Massen“. Diese Leckereien eignen sich bei einer Gabe aus der Hand hervorragend zur Zähmung und Gesundheitskontrolle. Sie sind ein deutlich gesünderer Snack als viele der industriell hergestellten Nagerkekse, Stangen und Leckerlis.

 

Heu und Stroh

 

Beides dient zum Tunnel- und Nestbau. Heu wird zudem von Rennmäusen zur Nahrungsergänzung genutzt, wenn es Kräuter und/ oder Blüten enthält. Heu und Stroh sollte möglichst staubarm und langhalmig sein. Gutes Heu erkennen Sie an seinem frischen, duftenden Geruch und seiner sattgrünen Farbe. Gutes Stroh hat eine sattgelbe Farbe, riecht frisch und keinesfalls modrig.